Stammbaum: Familien Prieb - Stark - Mehlmann - Fein - Falz - Falz-Fein
des christlichen Glaubens (ev.-lutherische Kirche seit dem XVI. Jahrhundert)
Erforscht und aufgestellt sowie Webdesign von Dr. Viktor Prieb (www.literatur-viktor-prieb.de und www.materialforschungsservice-dr-prieb.de) nach historischen und archivalischen Dokumenten (Siehe dazu sein Buch "Der Zug fährt ab"), Ergänzungen von Brian Schatz aus Kanada (Taufdaten und -zeugen aus den Gemeindebüchern aus den Jahren 1833-1885 im Gebiet Jekaterinoslav) sowie nach Erinnerungen und Informationen von:
Eduard Christian Prieb; Alide Smolinsky, geb. Prieb, und Elvira Stritz, geb. Krüger, Tochter von Eugenia Prieb

Urheberrecht © 2006-2010: Das Kopierecht für veröffentlichte, vom Autor erstellte Objekte bleibt ausschließlich beim Autor dieser Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung dieser Objekte und Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne Zustimmung des Autors nicht gestattet.
"Als der Großvater noch vor dem Ersten Weltkrieg starb, kamen zu seinem Begräbnis nach Prischib etwa 100 verwandte Prieb-Familien" - erzählte Tante Aliede weiter.
"Interessant!" - dachte ich - "Und in Sibirien waren wir alleine "begraben" und sich selbst überlassen. Auch noch mit so einem komischen Namen, der weder im Russischen, noch im Deutschen irgendeine übersetzte Bedeutung findet.
Wo sind sie denn alle geblieben - diese hundert Familien?.." - gerade diese Frage versucht jetzt diese Familienchronik zu beantworten...

EWZ-Daten (Priebs und andere verwandte Familien inkl. Taufzeugen) aufgelistet von Brian Schatz
(für selbstständige Nachforschungen auf dieser Seite nutzen Sie bitte das Suchfenster unten)
Zum 200-jährigen Jubiläum der Familie Falz-Fein in Russland:
Die vollendete Ausgabe ihres Stammbaums
vom Familienhistoriker Boris v. Skadowsky. Berlin, 2007
(Lesen Sie dazu seine Kommentare als PDF-Anlage)
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Web
www.stammbaum-familie-prieb.de
 
Nachkommen von Eduard Falz-Fein und Sophie Knauf sowie Gustav Falz-Fein
(Russische Version - Русская версия)


Erforscht und aufgestellt von Boris v. Skadowsky (FALZ-FEIN) nach historischen und archivalischen Dokumenten.

(Hier können Sie eine Email an B. von Skadowsky schreiben)

Zusätzliche Daten (rot markiert) nach Informationen von Brian Schatz (Taufdaten aus den Gemeindebüchern aus den Jahren 1833-1885 im Gebiet Jekaterinoslav)
Webdesign, Ergänzungen und Korrekturen von Dr. Viktor Prieb - Urenkel von Sophie Stark, geb. Mehlmann, und Enkel von Sophie Prieb, geb. Stark.

Rückmeldungen per Email
"Nichts ist seltener, als einen hervorragenden Deutschen in seinem Lande zu sehen; alle gehen fort, um sich im Auslande auszuzeichnen, die Mittelmäßigen bleiben zurück, vom Schuster bis zum Philosophen." - Johann Wolfgang von Goethe im Gespräch mit Soret, 14.02.1830
Eduard Falz-Fein:

Eduard Falz-Fein
Sophie Falz-Fein, geb. Knauff:
Sophie Falz-Fein, geb. Knauff

EDUARD FALZ
seit 1864
FALZ-FEIN

*1839 Elisabethfeld, Russland
+1883 Askania-Nowa, Russland

Ehefrau (1862):

GUSTAV FALZ
seit 1864
FALZ-FEIN

*1844 Elisabethfeld, Russland
+1890 Askania-Nowa, Russland

Ehefrau (1884):
Sophie Knauf
Gustav Falz-Fein:

Gustav Falz-Fein
Auf Gesuch von Friedrich Fein genehmigte der Zar Alexander der II.
im Jahre 1864
die Verbindung der Namen von Schwiegersohn FALZ mit dem Geburtsnamen der Tochter Fein zum Familiennamen
FALZ-FEIN.
Später, im Jahre 1872, erfolgte Erhebung der Familie Falz-Fein in den erblichen Stand
"Erblicher ehrenwerter Bürger" (Potomstvennyj Pocetnyj Grashdanin)
Seit 1915, nach dem Verleihen des erblichen russischen Adels:
von FALZ-FEIN

FRIEDRICH JAKOB FALZ
*16.04.1863 Tschaply, Russland,
getauft 12. Mai in der Kirchengemeinde Alt Schwedendorf


seit 1864
FALZ-FEIN

seit 1915
nach dem Verleihen des erblichen russischen Adels:

von FALZ-FEIN

+1920 Bad Kissingen/D.
beerdigt in Berlin

Sein Ehrengrab
mit der Inschrift:
"Der große Schöpfer des Tierparks "Askania-Nowa"
befindet sich in Berlin auf dem Friedhof "Zwölf Apostel"

ALEXANDER NIKOLAI GUSTAV (FEIN)
FALZ-FEIN

*23.11.1864 Tschaply, Russland,
getauft 29. Nov. in der Kirchengemeinde Alt Schwedendorf +1919 Berlin/D.

seit 1915
nach dem Verleihen des erblichen russischen Adels:

von FALZ-FEIN

Ehefrau:
1. Anna Zugalowskaja
(Schwester der Schwiegertochter von Schriftsteller F.M. Dostojewski Katharina)

1 Sohn, 1 Tochter

2. V. Epantschina
(Nachkomme des Admirals)

1 Sohn (Eduard v. Falz-Fein in Lichtenstein) und 1 Tochter

JOHANN GUSTAV ALEXANDER FEIN
FALZ-FEIN

*24.06.1866 Tschaply, Russland,
getauft 8.Aug. in der Kirchengemeinde Eugenfeld
+1915 Wien/Ö.

seit 1915
nach dem Verleihen des erblichen russischen Adels:

von FALZ-FEIN

Gustav war geisteskrank und hinterließ keine Nachkommen

Lydia
Falz-Fein
*1870 Ask.-Nova, Russland
+1937 Vilna, UdSSR

seit 1915
nach dem Verleihen des erblichen russischen Adels:
von Falz-Fein
Ehemann:

1. DIMITRIJ
NABOKOV


1 Tochter,
2 Söhne

2. NIKOLAJ von PEUCKER

1 Tochter

KARL ALEXANDER EMANUEL
FALZ-FEIN

*22.10.1871 Tschaply, Russland,
getauft 9. Nov. in der Kirchengem. Eugenfeld

+1918 Cherson

seit 1915
nach dem Verleihen des erblichen russischen Adels:

von FALZ-FEIN

Ehefrau:
Wakina

1 Tochter,
2 Söhne

(Nachkommen in Urugway)

NIKOLAUS
FRIEDRICH ALEXANDER
FALZ-FEIN

*21.10.1873 Tschaply, Russland,
getauft 06.01.1874
in der Kircheng. Alt Schwedendorf
+1939 Hamburg, Deutschland

seit 1915
nach dem Verleihen des erblichen russischen Adels:

von FALZ-FEIN

Ehefrau:

1. G. Fritsch
2 Töchter,
1 Sohn

2. M. Ballhorn
1 Tochter

EDUARD GUSTAV ALEXANDER
FALZ-FEIN


*25.09.1875 Tschaply
+25.01.1878 Tschaply Kirchengemeinde Alt Schwedendorf

(WOLDEMAR) WILHELM ALEXANDER KARL BERNHARD
FALZ-FEIN

*1.08.1877 Tschaply, Russland,
getauft 11. Sept. in der Kirchengem.Alt Schwedendorf, Taufzeugen: Woldemar Schlippe mit Ehefrau (wife) Olga Andnee, Alexander Falz-Fein und Madame Maria Tscherskaja, geb. Knauff, Karl Knauff mit Ehefrau Anna, geb. Nerlikofer und Diraktor Bernhard Bajhor mit Ehefrau Maria Bellevari
+1946 Vaduz, Lichtenstein

seit 1915
nach dem Verleihen des erblichen russischen Adels:

von FALZ-FEIN

Duma-Abgeordneter

Ehefrau (1910):
Nina Buka

1 Tochter
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Friedrich von Falz-Fein (l.) mit seinem engen Freund, dem Direktor des zoologischen Gartens Berlin, Geheimrat Prof. Dr. Heck in Askania-Nowa:

Friedrich von Falz-Fein (l.) mit dem Direktor des zoologischen Gartens Berlin, 
Geheimrat Prof. Dr. Heck in Askania-Nowa
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Wappen der Familie von Falz-Fein:

Wappen der Familie von Falz-Fein
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Der Zar Nikolaus II. verlieh im Jahre 1915, nach seinem Besuch des Naturparks "Askania-Nowa" im Sommer 1914 der Familie Falz-Fein in Anerkennung ihrer Verdiensten (Verdienstadel) um die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der neuen Gebiete im Süden des Zarenreiches den erblichen russischen Adel.
Friedrich Falz-Fein durfte selbst die dazugehörenden Familienmitglieder in den Adelsbrief eintragen. Er hat nur die Nachkommen von Eduard Falz-Fein und Sophie Knauff berücksichtigt. Das Adelsprädikat (Baron, Graf usw.) wurde im Adelspatent nicht bestimmt. In Deutschland darf die Präposition "von" vor dem Familiennamen ohne offizielen Anerkennungsverfahren gesetzt werden. So ein Verfahren für Anerkennung von ausländischen Adelspatenten gibt es in Deutschland nach der Revolution 1919 und nach der Abschaffung von Adelsprivilegien nicht mehr.

Die russische Überschrift auf dem Wappenbild lautet:
Auf dem Original steht
mit der Hand seiner kaiserlichen Majestät geschrieben "Bestätige"
22. Juli 1915, Zarskoe Selo

Unten steht: Wappen des Adelsgeschlechts Falz-Fein
weiter folgt die Wappenbeschreibung
Im Jahre 1856 kaufte Friedrich Fein vom Herzog von Anhalt das Gut "Askania-Nowa" (ca. 52 000 ha), das wegen seiner trotz Zuschüsse vom Herzog und Sonderprivilegien vom russischen Zaren 28 Jahre lang anhaltenden Unrentabilität verkauft werden musste. Friedrich Fein machte daraus ein rentables Unternehmen.
Friedrich Falz-Fein erhielt als Erbe das auf 25 000 ha reduzierte Gut "Askania-Nova" und hat darauf das Tierparadies "Askania-Nowa" geschaffen. Er erhielt testamentarisch von seinem Stiefvater Gustav dazu noch das Gut "Elisabethfeld" und kaufte selbst das Gut "Naliboki", sodass sein Landbesitz auf 65 000 ha belief.

Friedrich pflegte verwandschaftlich-freundliche Verhältnisse mit seiner Kusine Sophie Prieb, geb. Stark. Er besuchte sie auf dem Gut "Ternowka", wenn seine Wege mal daran vobei führten. Eines Tages, im Jahre 1916, kam er mit seinem Dreipferdegespann, an dem hinten dran eine Riesenkiste mit Seidenstoff als Geschenk angebunden war (Erinnerunger von Aliede Smolinski, geb. Prieb). Das Geheimnis solcher Großzügigkeit lag darin, dass er im Jahre 1915 bei seiner Aufenthalt in St.-Petersburg bezüglich des Adelsverleihens einen noblen Stoffladen besuchte. Der Ladenbesitzer erkannte - durch die für Friedrich übliche, beschedende Bekleidung irritiert - den vermögenden Kunden nicht und mißachtete ihn. Darauf kaufte dadurch gekränkter Friedrich den Laden leer. Er wusste seitdem nicht so richtig, wohin mit dem Stoff, und verschenkte ihn gern.

Plan des Tierparks Askania-Nowa um 1920:
Plan des Tierparks Askania-Nowa um 1920
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