Nachkommen von Wilhelmine Prieb und Friedrich Maier
(Russische Version - Русская версия)
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Wilhelmine und Friedrich Maier.
Polen, Flüchtlingslager, 1944:
Das Schicksal der Familie Maier spiegelt das böse Schicksal der deutschen Kolonisten in Russland
zwischen zwei Weltkriegen am besten bzw. am schlimmsten wider (Siehe den Text rechts und das von
Viktor Eduard Prieb geschriebene Buch
"Der Zug fährt ab").
Im August 1941 entkamen sie wegen ihres hohen Alters knapp der Verbannung nach Sibirien,
während ihre Landsleute im Alter unter 70 Jahren - einschließlich ihrer Söhne - als
sowjetische Bürger der deutschen Nationalität verbannt und nach Sibirien deportiert wurden.
Ihre beiden Söhne kamen in Arbeitslagern um.
Nach der Rückzug der Deutschen Wehrmacht aus der Ukraine zogen
sie mit Pferdezügen mit mehreren anderen Flüchtlingen nach Deutschland.
In Polen (Siehe Foto) wurden sie wie 200.000 andere deutsche Flüchtlinge aus Russland auch
von der Roten Armee eingeholt und nach Sibirien deportiert. Sie starben unterwegs in die Verbannung.
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Wilhelmine
Prieb
*13.03.1862 Hoffental, Südrussland
getauft am 9. Apr. in der KG Molotschna,
Taufzeugen: Martin Glökler aus Molotschna und Wilhelmine Prieb;
+1945
(unterwegs in die Verbannung nach Sibirien)
Ehemann:
FRIEDRICH
MAIER
*1865
Prischib
+1945
(unterwegs in die Verbannung nach Sibirien)
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Der Stadtplan Prischib
 (Bild vergrößern)
Der alte Maier besaß eine Bäckerei und viele Häuser (in der Mitte neben der Post
und untere Reihe links) in Prischib (Siehe Stadtplan oben).
Nach der Revolution wurde Friedrich ins Gefängnis eingebuchtet dafür, dass jemand auf die
Laterne vor seinem Haus geschrieben hatte: "Schlag Juden nieder - rette Russland wieder".
Im Gefängnis traf er einen Offizier der Weißen Garde, der in Berdjansk mit
Klassens im Vorhaft (Dopr) war. Dieser berichtete über die Erschießung der Familie
Klassen in Dopr. Im Jahre 1929 wurde die Familie Maier im Laufe der Entkulakisierung
(oder "Raskulatschka" - Enteignung des Eigentums) repressiert und zunächst nach Ural verbannt
(sie wohnten dort in einer Erdhütte).
Erst im Jahre 1940 - vor dem Zweiten deutsch-russischen Krieg, nach dem Stalin-Hitler "Liebespakt" -
kehrten sie nach Prischib zurück).
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Wilhelmine
Maier
*..., Prischib
gef. 1920 Berdjansk, Südrussland
Ehemann:
Dr. KLASSEN
*18.. Prischib
gef. 1920 Berdjansk
hatten einen
SOHN
Wilhelmine war Aktrice von Beruf, spielte gut Piano und gab Musikunterrichtsstunden.
Ein Tschekist nahm die Musikstunden bei ihr und
spionierte bei ihrem Sohn aus, dass die Familie nachts von irgendwelchen Männern besucht wurde.
Daraufhin wurde die ganze Familie Klassen für die Beihilfe der Weißgardisten von Roten
verhaftet und kurzerhand im Gefängnis erschossen
keine Nachkommen
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WOLDEMAR
MAIER
*18.. Prischib
+19.. Sibirien
war verheiratet und noch im Jahre 1929 mit seiner Frau nach Sibirien verbannt.
Beide in sibirischen Arbeitslagern umgekommen
keine Nachkommen
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NIKOLAI
MAIER
*19.. Prischib
+19.. Sibirien
in sibirischen Arbeitslagern umgekommen
keine Nachkommen
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